International · 5. September 2026 · 2 Min.

Exhibiting in Germany: Checkliste für ausländische Aussteller

Wer zum ersten Mal in Deutschland ausstellt, unterschätzt selten die Messe selbst – sondern das, was drumherum an Formalitäten hängt.

Blick in eine große Veranstaltungsarena

Deutsche Messegesellschaften arbeiten präzise und mit festen Fristen. Das ist gut, wenn man sie kennt, und teuer, wenn nicht. Diese Reihenfolge hat sich bewährt.

Drei bis sechs Monate vorher

Standfläche buchen und den Hallenplan anfordern. Wichtig ist nicht nur die Quadratmeterzahl, sondern der Standtyp: Reihenstand, Eckstand, Kopfstand oder Blockstand entscheiden darüber, wie viele Seiten offen sind – und damit über das gesamte Standkonzept. Parallel prüfen, ob die Messe Auflagen zur Standhöhe, zu Deckenhängungen oder zu Brandschutzklassen macht.

Zwei bis drei Monate vorher

Jetzt läuft die Technikbestellung über das Ausstellerportal: Strom, Wasser, Druckluft, Internet. Diese Bestellungen sind fast überall fristgebunden, und Nachbestellungen vor Ort kosten regelmäßig das Doppelte. Ein häufiger Fehler bei Erstausstellern: Strom wird nach Anschlusswert bestellt, nicht nach Anzahl der Geräte – ein Kühlschrank, eine Kaffeemaschine und ein großer Bildschirm summieren sich schneller, als man denkt.

Ebenfalls jetzt: Standausstattung und Mobiliar festlegen. Wer Möbel im eigenen Branding möchte – bedruckte Sitzauflagen, foliierte Theken –, braucht dafür Vorlauf und Druckdaten.

Sechs bis acht Wochen vorher

Reise und Unterkunft. Messestädte sind während großer Veranstaltungen ausgebucht, und die Preise steigen mit jedem Tag, den man wartet. Wer mit einem größeren Team anreist, sollte Hotels in einem Block buchen und auf die Anbindung achten: Eine günstige Unterkunft dreißig Kilometer außerhalb kostet jeden Tag zwei Stunden Fahrzeit für das gesamte Team.

Gleichzeitig Personal klären. Hosts, Standpersonal und Dolmetscher sind rund um große Messen knapp. Und wer Waren aus einem Nicht-EU-Land mitbringt, kümmert sich jetzt um Zoll und Carnet ATA – das Verfahren für die vorübergehende Einfuhr von Messegut. Ohne Carnet kann Ware an der Grenze liegen bleiben.

Was in Deutschland vor Ort nachbestellt wird, kostet fast immer das Doppelte.

Zwei Wochen vorher

Ausweise und Fahrzeugpässe beantragen, Aufbauzeitfenster bestätigen lassen, Lieferadresse für Speditionsgut prüfen. Viele Messen nehmen Sendungen nur über einen offiziellen Messespediteur an; Pakete an die Standnummer direkt werden nicht angenommen.

Vor Ort

Am ersten Aufbautag sollte jemand da sein, der Deutsch spricht und Entscheidungen treffen darf. Das ist der Punkt, an dem internationale Aussteller am meisten Geld verlieren: Nicht weil etwas fehlt, sondern weil niemand vor Ort schnell klären kann, wo es steht und wer es liefert.

Was sich auslagern lässt

Standbau, Mobiliar, Technik, Logistik, Personal, Hotel und Transfers lassen sich in Deutschland auch komplett an einen Dienstleister geben. Der Vorteil liegt weniger im Preis als in der Haftung: Ein Ansprechpartner, ein Angebot, eine Rechnung – und im Zweifel einer, der vor Ort steht, während Sie im Flugzeug sitzen.

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Schicken Sie uns Termin, Ort und die erwartete Gästezahl – Sie bekommen eine Aufstellung mit Mengen und Preisen je Bereich zurück, aus der sich direkt bestellen lässt.

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